Waaaah! Was ein Wochenende! Meine Fresse, bin ich k.o. Aber es war so dermaßen geil!
Der Grund für meinen tollen Ausdruck:
Das
Highfield
2008
Am Freitagmorgen ging es 6.30 Uhr aus dem Bett, duschen und fertig machen. 8.30 Uhr waren dann Josi, ihre Ma und Jörg da. Auf nach Hohenfelden!
Angekommen 10 Uhr und es hat gekippt wie sonst was – raus aus dem Auto, Zeug geschnappt, Bändchen geholt und Platz nah am Eingang gesucht. Unser Zeug haben wir unter eine Plane gelegt und haben unser Zelt angefangen aufzubauen. Nach 5 Minuten waren wir auch schon fertig – dank Regen waren wir recht schnell. Kaum hatten wir uns „eingerichtet“ hörte der Regen leicht auf – schönen Dank auch! Also haben wir erstmal das Gelände erkundet. Und schon hat es wieder angefangen so richtig zu schütten! Toll, ganz toll! also ab ins Zelt und ich wieder raus um den Eingang aufzustellen, damit wir rausgucken können. Währenddessen ruft Mirko an – er ist gerade angekommen und hat die Karte vergessen, Trottel! Also musste er wieder zurück nach Hannover und die Karte holen.
Als unser Eingang aufgestellt war, haben Josi und ich uns ins Zelt gesetzt und den Leuten draußen zugeguckt. Irgendwann fingen zwei Kerle unserem Iglu gegenüber ihren aufzubauen. Nachdem sie eine Viertelstunde probiert hatten und das Zelt immer noch nicht stand, baten Josi und ich unsere Hilfe an – die armen Jungs wurden ja klitschnass ;) Binnen 3 Minuten stand das Zelt und die Jungs packten peinlich berührt ihre Sachen hinein.
Durch den Regen war es richtig kalt und gegen 15.30 Uhr zogen Josi und ich zum Festivalgelände um uns dort schon mit Merchandise einzudecken. Das erste, was wir gekauft hatten, war ein dicker, warmer Highfield-Pullover – schöööön warm. dann sind wir die Tshirts zum Zelt bringen gegangen (was für ein Satz). Der Weg vom Gelände zum Zelt war doch recht lang. Wir mussten etwa 20 Minuten laufen – und das im Regen! Aber Dank dem Pullover war es dann schön warm. Als der Regen nachließ sind wir wieder zum Festivalgelände gegangen. Als wir unten ankamen, spielte Daniel Wirtz seine letzten Lieder. Klang nicht so schlecht – wenn man bei der Akkustik von „klingen“ asprechen kann.
Als nächstes kamen die Subways dran – somit füllte sich das Festivalgelände. Die Jungs und Mädels von The Subways rockten die Menge ganz schön. Wobei ich fand, dass sie nicht wirklich gut gesungen oder gespielt hatten. Naja! Aber das beste an deren Auftritt war der Soundcheck. Der Typ, der die Mikros getestet hat, war der Brüller!
„Checking the spare vocal!“ …
„Checking Charlotte’s vocal – this is not the spare vocal, it’s Charlotte’s vocal – checking Charlotte’s vocal!“
„Checking William’s vocal – this is not the spare vocal, this is not Charlotte’svocal – it’s Billy’svocal – checking William’s vocal.“
Total klasse! Darüber wurde sich sogar noch am Ende des Festivals unterhalten.
Aufmerksamkeit erregte auch die deutsche Version von „Rock’n'Roll Queen“.
„Du bist die Sonne, du bist die einziger, du bist so cool, du bist so Rock’n'Roll“.
Es folgten Tocotronic! Tolles Konzert! sehr schön.
Danach kamen die Plain White T’s. Da diese uns nicht wirklich interessiert hatten, wollten wir zu We are Scientists gehen. Durch technische Probleme mussten diese allerdings später anfangen und da wir aufs Klo mussten, mussten wir leider gehen und konnten sie nicht begutachten.
Danach gingen wir gleich zum Zelt um etwas zu essen.
Zurück auf dem Festivalgelände: Es spielten die Sportfreunde Stiller.
Sie haben zwar Party gemacht und das Publikum war richtig gut dabei, aber der Gesang war schlecht, die Noten und Griffe vereinfacht und zusammen gespielt haben die Jungs auch nicht wirklich: Sorry, aber es war schlecht!
Nach den Sportfreunden kamen Bloc Party. Die waren sehr gut, auch wenn sie nicht mein Musikgeschmack waren, aber sie wussten definitiv, was sie machen.
Es folgte der Headliner des Abends. The Killers. Ich konnte mir leider nur 3 Lieder anhören, da mir meine gebrochene Hand zu schaffen machte und so zog ich alleine zum Zelt – neben dem Mirko während der Sportfreunde endlich sein Zelt errichtet hatte, wow!
Die Nacht war es richtig kalt, habe nur eine andere Hose angezogen und den Pullover samt Tshirts und die zwei Paar Socken angelassen.
Am nächsten Morgen wachten Josi und ich schwitzend 8.30 Uhr auf – verdammt war das heiß – die Sonne prasselte auf unser Zelt. So sollte das auch noch den ganzen Tag sein, den ich mit tollen Sonnenbrand beendete.
Jedenfalls gönnten wir drei uns ein langes Frühstück. Wir unterhielten uns darüber, dass Kerle nicht wissen, welche Frisur ihnen steht und dass die Tshirts mit andersfarbigen Ärmel Mist sind.
Dann hatten wir wieder einen kurzen Besuch beim Merch-Stand und ein Mittagessen während uns Dioramic beschallten. Mirko wollte aufs Klo und kam nicht zurück.
Während Fire in the attic gingen Josi und ich wieder gen Zelt – bei 25 Grad Berg hochstiefeln – schöne Sache! Wir holten Flyer und gingen wieder runter zwischen Festvalgelände und zeltplatz und verteilten diese Dort. Nebenbei hörten wir Louis XIV und State Radio.
Irgendwann kam dann ein Typ auf mich zu „Du sieht sexuell so unbefriedigt aus, darf ich die helfen?“ Wenn du genau so oft duschen warst wie ich: Nein, danke.
Kurz danach kam auch Mirko wieder … mit Rastas … scheiße! Wir haben uns doch erst beim Frühstück über Kerle und Frisuren unterhalten … schlimm, echt schlimm.
als wir alle Flyer verteilt hatten, gingen wir zum Festivalgelände um uns Gogol Bordello anzuschauen. Nicht unsere Musik, aber wir wollten es sehen. Kurz davor traf ich auch endlich Hippo – Freitag hatte es trotz verzweifelter Versuche nicht geklappt – da wir beide unser Handy öfter einfach nicht gehört hatten.
Nach einem kurzen Gespräch fingen Gogol Bordello endlich an – und das Publikum ging ab! Was das der Hammer. Echt beeindruckend! Wir fragten uns, wie das Madonna-Publikum wohl reagierte, als sie diese Chaoten als Vorband ertragen mussten. aber auf dem Highfield kamen sie total toll an!
Danach folgten The International Noise Conspirancy und Flogging Molly. davon haben wir jeweils nur ein Lied gehört. Danach sind wir zum Zelt – essen und Pullover holen. Und schon ging es wieder zur Bühne und zu Kettcar – wunderschön! Wirklich. Ich war so begeistert. Auch Bela B. hatte einen Gastauftritt. Ach war das ein tolles Konzert!
Als nächstes betraten The Hives die Bühne und wir bewegten uns nach ganz hinten – dort sah man die Bühne und die Leinwand. Wir hofften dann einfach, dass die Hives schnell aufhören zu spielen, die sich aber feierten wir verrückt. Mein Gott haben die genervt.
Doch dann traten endlich die Headliner auf: Die Ärzte!
Die waren so gut drauf! War ein super Auftritt und durch ihre klasse Reimerei hießen sie nicht mehr die Ärzte sondern Hubschrauber. Josi und ich haben fast geheult vor lachen.
Nach den Ärzten ging es wieder in armen Klamotten in den Schlafsack.
Am nächsten Morgen wachten wir wieder klitschnass auf. Dann Frühstück. Mirko machte sich fertig zur Abreise – er hatte das Zugticket ausversehen viel zu früh gebucht. Depp. Ne, ne, ne!
In den Sonntag starteten Jennifer Rostock – grausig! Danach folgten The Bones. Die bewunderten wir vom Schatten aus – es war einfach zu heiß. Aber sie klangen ganz gut. Dann kamen MxPx. Tolle Band! Ich fands gut.
Thrice lösten MxPx ab und rockten das Festival und dann kam mein persönlicher Favorit Less than Jake! War das geil! Toller Auftritt, toll, toll, toll! Hab ich schon erwähnt: Toll?
Danach sind wir wieder essen gegangen, da wir Madsen nicht sehen wollten. Wieder nach unten spielte Serj Tankian. Wir fanden es leicht lamgweilig, aber stilvoll.
Es folgten die Dropkick Murphys. Ach war das wieder schön :) Haben total toll getanzt.
Und dann kam es zum letzten Act des Abends und des Highfieldes 2008: Die Beatsteaks. die Menge tobte und wir tanzten hinten.
Leider musste ich auch diesen Auftritt frühzeitig verlassen, da mein Arm mir richtig zu schaffen machte. Schade.
Am nächsten Morgen bauten wir ab und Josis Mutter fuhr uns netterweise auch wieder nach Hause.
Die Geschichten von den betrunkenen Deppen etc. habe ich einfach mal weggelassen, damit das Festival viel besser dasteht, als es war ;)
P.s.:
Tipp des Tages: Highfield 2009